Alle Beiträge von Christian Hufgard

Radverkehr: Ein Kelsterbacher Sorgenkind

Über den traurigen Zustand der Nahmobilitätsförderung in Kelsterbach haben wir schon einige Worte verloren. Wir haben ein wenig verhaltene Hoffnung in die Ergebnisse des Nahmoblitätschecks, an dem wir auch mitgearbeitet haben. Er wurde im September verabschiedet und aktuell werden Bürgerinnen und Bürger gesucht, die in der Nahmobilitätskommission mitarbeiten wollen. Bisher war es leider immer so, dass Konzepte für viel Geld erstellt wurden um dann in der Schublade zu verschwinden. Deshalb schauen wir doch erst mal wieder auf die Realität.

Fahrradabstellanlage vor einem Monat

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EDEKA-Neubau: Chancen verpasst

Die WIK begrüßt ausdrücklich die Stärkung der Nahversorgung durch den Neubau des in die Jahre gekommen Edeka-Markts. Leider wurde bei der Planung einiges versäumt, das bei anderen Märkten und an anderen Standorten schon üblich ist. Uns ist klar, dass die von uns auch in den Ausschüssen bereits angeregten Maßnahmen die Komplexität der Planung erhöht hätten. Allerdings sind wir der Ansicht, dass der Mehraufwand gerechtfertigt gewesen wäre.

In Kelsterbach ist Wohnraum knapp und teuer. In unmittelbarer Nähe des Edeka-Standorts wurde gerade erst eine Grünanlage geopfert, um Platz für sozialen Wohnungsbau zu schaffen. Auch für die Erweiterung des Edekas muss Grün weichen. Die im Ausgleich geplanten 17 Bäume werden Jahrzehnte brauchen, bis sie einen würdigen Ersatz darstellen können. Der Abriss und Neubau wäre die Gelegenheit gewesen, Wohnraum zu schaffen, indem die Ladenfläche mit Wohnungen überbaut wird. Es wäre auch die Gelegenheit gewesen, einen Großteil der Parkplätze unter die Erde zu verlagern. Dies wäre weder für Edeka noch für Kelsterbach etwas Neues. Wir müssen nur in die Stadtmitte schauen um zu sehen, dass Wohnraum über Geschäftsräumen problemlos möglich ist.

Übrigens plant Edeka genau so ein Projekt in Griesheim mit der hier sicherlich allen bekannten Investorengruppe Biskupek Scheinert Moog. Wir können schlecht auf der einen Seite Verdichtung fordern, und dann so eine offensichtliche Gelegenheit zum Schaffen von Wohnraum auslassen.

Ebenso fehlt eine andere Selbstverständlichkeit in der Planung: Die Möglichkeit E-Autos beim Einkaufen zu laden. Wir haben im Bauauschuss ausführlich gehört, wieso dies schwierig und kompliziert wäre. Aber auch hier gilt: Andere Edeka-Fillialen haben damit kein Problem. Und auch hier in Kelsterbach kann man beim Aldi wären dem Einkaufen Strom tanken.

Immerhin wird wenigstens eine weitere Selbstverständlichkeit umgesetzt: Die Begrünung des Daches. Und auch für Fahrräder wird es viele Stellplätze geben, die sogar für Lastenräder geeignet sind.

Um es nochmal zu betonen: Wir begrüßen den Neubau des Markts. Aber wir hätten uns gewünscht, dass dabei eine zeitgemäße und fortschrittliche städtebauliche Entwicklung zum Einsatz gekommen wäre. Kelsterbach kann mehr.

Demokratie trotz Pandemie – Teil 2

Offener Brief an Stadtverordnetenvorsteherin Helga Oehne

Unser Artikel „Demokratie trotz Pandemie​​​​​​​“ hat hohe Wellen geschlagen. Die Stadtverordnetenvorsteherin Helga Oehne (CDU) hat persönlich dazu Stellung genommen. Dabei habe ich darin – stellvertretend für die WIK – etwas vorgeschlagen, das eigentlich selbstverständlich sein sollte: So viel demokratische Teilhabe wie in der aktuellen Lage mit einfachen technischen Mitteln erreicht werden kann.

Da Helga Oehne sich mit einer Gegendarstellung in Form eines offenen Briefs direkt an mich gewendet hat, werde ich ihr in gleicher Form antworten. Demokratie trotz Pandemie – Teil 2 weiterlesen

Ausfall S-Bahn-Halt in Kelsterbach 26.10. – 14.12.2019

Vom 26. Oktober bis zum 14. Dezember 2019 werden aufgrund der Bauarbeiten für de S-Bahn-Station Gateway Gardens keine S-Bahnen in Kelsterbach und am Frankfurter Regionalbahnhof halten. Immerhin wurde nun endlich der Plan für den Schienenersatzverkehr von der LNVG veröffentlicht. Er ist auf http://www.lnvg-gg.de/ unter „Aktuelles“ -> Störungsmeldungen versteckt. Hier noch ein direkter Link zum Abrufen: Klick.

„Ja-aber“ zum Neubau der Karl-Treutel-Schule

Am 24. Juni wurde in der Stadtverordnetenversammlung über eine Änderung des Bebauungsplans für den Länger Weg 2+3 abgestimmt, bei der es um den Neubau der Karl-Treutel-Schule ging. Es ist allerhöchste Zeit, dass er in die Tat umgesetzt wird. Das bestehende Gebäude platzt aus allen Nähten und Jahr für Jahr werden neue Container angeschafft, um irgendwie die Situation in den Griff zu bekommen. Doppelbelegungen der Sporthalle und Sport auf dem Pausenhof gehören zur traurigen Realität.

Ich habe der Änderung zugestimmt, habe aber an der Begründung zum Bebauungsplan einiges auszusetzen. „Ja-aber“ zum Neubau der Karl-Treutel-Schule weiterlesen